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Re: Das Pferd verkaufen.

Beitragvon Romeo am 18.05.2017, 18:18

Aus welcher Ecke Deutschlands kommst du denn eigentlich? Ich meinte das mit: Du kannst sie zu uns stellen sogar ernst...A arbeitet neurdings mit einer Osteopathin zusammen, sie übernehmen Pferde, wo die Besitzer nicht mehr können oder wollen, oder eben eine Auszeit brauchen, oder das Pferd, oder Beritt oder so....sie hat Platz für 2 solche Kandidaten. Letztes Jahr kam eine Haflinger-Stute mit Sehnenschaden vorne - die steht jetzt dauerhaft bei uns, der Besitzer hat sogar noch sein zweites Pferd dazu gestellt.

Ich kann den Gedanken anderes Pferd schon verstehen, ich würd meinen auch immer mal wieder gerne umtauschen...aber: Du weißt nicht, ob was besseres nach kommt. Da würde ich dann lieber wieder einen Schritt zurück gehen und mir eine gute RB suchen...

Ich hatte letztes Jahr auch solche Angst beim Reiten. Und war total gefrustet und dachte, das Pferd ist mindestens eine Nummer zu groß für mich - mir hat total geholfen, mir jeden Tag das aufzuschreiben, was gut gelaufen ist - egal, was das war und welchen Prozentsatz der Zeit mit dem Pferd das eingenommen hat. Und irgendwann merkt man dann, dass eigentlich ganz vieles ganz toll geklappt hat. Meine Ängste auf dem Pferd bin ich durch totales zurückschrauben losgeworden. Erst mal reiten nur noch im Unterricht, dann ausreiten nur noch in Begleitung, ich gehe erst seit kurzem wieder alleine raus und da steige ich sofort ab, bevor die Situation wieder komisch wird und was in mir hochkocht. Dem Pferd hilft das auch und ich kann danach wieder aufsitzen und wir können weitergehen. Ich höre viel mehr auf mein Gefühl, erzwinge nichts mehr. Wenn sich reiten komisch anfühlt, dann gehe ich spazieren, longieren, Quatsch machen auf dem Platz....man muss die Erwartungshaltung rausnehmen, den Moment genießen und plötzlich bekommt man ganz viele tolle Momente geschenkt...
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Re: Das Pferd verkaufen.

Beitragvon Pfördl2014 am 18.05.2017, 20:08

Danke sehr :) aus Berlin. Ich warte aber erst mal noch ab \:o)/
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Re: Das Pferd verkaufen.

Beitragvon GilianCo am 18.05.2017, 20:45

Pfördl2014 hat geschrieben: Ach und @Pit, naja, sie lahmt hier und da und dann war es eine Zeit ok - jetzt seit bestimmt drei Wochen wirklich sehr stark. An Schlachten etc denke ich nicht, so viel Zeit ist da noch gar nicht verstrichen - nach einem Jahr oder so würde ich darüber erst anfangen nachzudenken.


Also, meiner Erfahrung nach ist nicht der Zeitraum entscheidend, sondern die Frage, wie es dem Pferd damit geht. Das eine Pferd leidet schon nach einer Woche deutlicher Lahmheit (und ein Pferd, was beispielsweise im Schritt lahm ist, kann man auch nicht so gut einfach wegstellen, nur als Randbemerkung, weil es so klingt), andere nehmen das so hin, und kommen dennoch klar.
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Re: Das Pferd verkaufen.

Beitragvon Pit am 18.05.2017, 21:55

Danke Gillian, das hab ich mir auch schon gedacht.
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Re: Das Pferd verkaufen.

Beitragvon Pfördl2014 am 19.05.2017, 06:48

Habe gerade wieder gehört dass sie heute getrabt ist und fast hingefallen weil sie andauernd umknickte. Ich weiß nicht mehr was wir noch machen können...ich meine ja, schon, wir haben noch nicht alles durch, aber ich hoffe das was noch kann hilft.

Ich weiß nicht ob ich das schaffen würde sie irgendwann mal einzuschläfern, vorallem bei dem Alter.
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Re: Das Pferd verkaufen.

Beitragvon GilianCo am 19.05.2017, 07:25

Also - wenn sie im Trab "umknickt", dann ist sie nicht schon im Schritt deutlich lahm, wie ich es aus Deinen Spaziergeh-Beschreibungen aber vermutet hätte. Ein Pferd wegzustellen, welches im Trab lahm ist, ist eine Sache. Im Schritt sollte es sauber laufen. Und gerade Hufrollenpatienten brauchen unter Umständen tatsächlich Zeit. Und, wenn man sie wieder fit bekommt, auch gutes, angepasstes Training.
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Re: Das Pferd verkaufen.

Beitragvon dusty am 25.05.2017, 08:35

Ich bin ja nun in der Situation, dass mein 31 jähriges Pony, dass mich mein ganzes Leben begleitet hat, seit Jahren Dauer lahm ist. Natürlich ist da einiges an Therapieversuchen gelaufen und er hat auch einiges an Medikamenten bekommen. Ich bin nun nicht der Meinung dass es Sinn macht einen Pferd über Jahre Schmerzmedikamente zugeben - es sollte doch nach einiger Zeit schmerzfrei laufen können. Natürlich macht man das bei Menschen aber ich bin da schon sehr zwiegespalten. Jedenfalls, ist mein Pony im Schritt stocklahm und mir tut es einfach weh ihn so zu sehen. Ich bin aber längst nicht soweit die letzte Entscheidung zu treffen und man hört ja immer wieder die Pferde würden einem sagen wenn sie nicht mehr wollen. Mein Pony ist aber nun der Typ dass er niemals zugeben würde wenn er mit etwas Probleme hat - das heißt, wenn er seine Lahmheit nicht mehr verstecken kann dann ist diese auch wirklich schlimm. Ich denke auch es ist eine persönliche Entscheidung, ob man seinen Wunsch ein reitbares Pferd zu haben und mit diesem gemeinsam Zeit eben auch beim Reiten und vielleicht zum Ausleben seiner Vorstellungen wie man mit dem Pferd diese Zeit verbringen möchte auf Jahre zurückstellen will oder ob es für einen persönlich nur noch eine Belastung ist täglich oder mehrmals wöchentlich in den Stall zu einem kranken Pferd zu fahren. Hufrolle ist ja nur leider eine Erkrankung die meistens nicht mehr ausheilt und die immer eine gewisse Zeit der Therapie verlangt. Ich habe selbst schon Hufrolle Pferde in ihrer Therapie begleitet- das ist eine recht umfassende Geschichte bei der man wirklich einiges an Fachleuten und Fachkompetenz zur Seite haben muss. Es kann gelingen ein Hufrolle Pferd auf barhuf umzustellen aber auch dafür braucht man die richtigen Leute und die richtigen Umstände ansonsten kann es für das Pferd eine unendliche Quälerei sei ohne Hufschutz herumlaufen zu müssen. Das ist dann immer eine Entscheidung pro Pferd und keine Entscheidung die man wegen irgendwelcher Ansichten die man selbst hat oder die andere vertreten treffen sollte. Ein krankes Pferd im Stall zu haben ist aber auch eine wirtschaftliche Entscheidung zum einen wegen der immer wieder notwendigen therapeutischen und medikamentösen Kosten, zum anderen natürlich wegen den Unterhaltskosten und letztlich hat man ja nichts von dem Pferd- es sei denn es genügt einem das Pferd vom Boden aus zu bespaßen und zu putzen. Da bin ich egoistisch und würde ein auf Dauer unreitbares Pferd nur behalten, wenn ich es tatsächlich für einen vertretbaren Betrag zum Gnaden Brot unterstellen kann und mir eventuell ein weiteres Pferd leisten kann. Ist das kranke Pferd ein relativ jungesKomma kann das eine sehr langfristige Belastung sein auch das muss man abwägen und ich finde es absolut vertretbar wenn sich jemand dafür entscheidet sich diese Belastung nicht über Jahre und Jahrzehnte anzutun. Ob man deswegen Tiere und Pferde weniger liebt das sei dahingestellt.
Allerdings, käme ist für mich nie in Frage ein chronisch krankes Pferd in fremde Hände weiterzuverkaufen. Das ist eine Verantwortung, die man notfalls bis zur letzten Konsequenz gehen muss.
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Re: Das Pferd verkaufen.

Beitragvon Pfördl2014 am 29.05.2017, 21:49

danke..ja das stimmt. ich würde sie dann im notfall auf eine art gnadenhof stellenbzw verkaufen (? ist das so) und dann mal vorbeikommen. sie lahmt immer noch. ich könnte dies und jenes machen aber dieses dies und jenes kostet unglaublich viel geld. mein vater hat es, will es aber verständlicherweise nicht hergeben. er denkt wirtschaftlich und er sieht ja, dass sich das "objekt", nicht rechnet...
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