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Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

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Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon GilianCo am 11.08.2017, 12:31

Weil das ein sehr interessantes, und vielleicht auch für andere spannendes Thema ist, habe ich das Thema Hufe / Beschlag / Hufschuhe mal aus den Gedanken über die Regenbogenbrücke ausgegliedert.

GilianCo
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dusty hat geschrieben:
Eisen alleine verursachen, außer bei extrem schlechter Bearbeitung, keine schlechten Hufe.
Meist sind nur Eisen drauf, wo gar nicht notwendig. Wenn der Bodendruck fehlt, weil immer weiche Böden, funktioniert kein Hufmechanismus mehr, allerdings kann fatalerweise auf weichen Böden auch kein harter Huf entstehen.
Außerdem bewegen sich die Pferde von sich aus meist zu wenig, um Reiten auf geeigneten Böden kommt man nicht rum, spätestens wenn Probleme da sind.



Naja, Fakt ist grundsätzlich schon (und die anderen Punkte hast Du ja durchaus schön zusammengefasst), das die Hornqualität mit Eisen irgendwann schlechter wird. Ich hab ja nun im PJ auch meinen Schmied begleitet, und da waren die Unterschiede zwischen beschlagenen Hufen und Barhufen klar erkennbar.

Dennoch würde ich Eisen nie verteufeln, weil sie einem durchaus auch gute Dienste leisten können. Und das nicht "nur" als Abriebschutz. Daher würde ich sie immer vermeiden wollen - aber dennoch kommt immer wieder ein "sag niemals nie" dazu.
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Re: Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon kolyma am 11.08.2017, 13:28

Mit Hufschuhen ist es doch wie mit jedem Trend - es wird ne Sau durchs Dorf getrieben und das was vorher war ist dann schlecht. Punkt. Hufschuhe Yeah - Eisen - buh!
Ich gebe zu, auf dem Dampfer war ich teils auch schon. Aber so einfach schwarz-weiß ist es nicht. Es gibt durchaus berechtigte Fälle wo das Eisen nach wie vor das beste Material unter dem Huf ist. Ich bin für mich und mein Pferd längst vom Hufschuh abgekommen. Der Hufschuh - vor allem wenn er dauerhaft getragen werden soll - ist überhaupt gar keine gute Lösung. Der Hufschuh als Krankenschuh, sollte nicht "die" Dauerlösung sein, denn man muss bedenken, dass der Huf komplett abgeschlossen wird und der Huf Umwelteinflüsse benötigt um gesund zu wachsen und zu leben. Das ist für ne gewisse Zeit sicher ok, aber würde ich niemals Hufschuhe als Lösungsansatz für ein dauerlahmes Pferd sehen. Ich seh schon die nächsten Probleme antanzen, die dann ein paar Monate später kommen. Für den Übergang ist so ein Krankenschuh sicher richtig und wichtig - dennoch gilt es die Ursache zu finden. Liegt es gar nicht an den Gelenken/Sehnen/allgemein gesprochen - den Beinen - sondern am Huf (was dafür spricht, wenn nur ein Hufschuh alleine Bessung zeigt), sondern am Huf, wäre ein Beschlag - als Langzeittherapie - für mich - die bessere Wahl. Und das ist sicher der Grund warum der TA zu Eisen geraten hat. Als Alternativen wären hier Kunststoff- oder Klebebeschläge zu nennen. Das minimiert zumindest das Risiko des Pferdes dauerhaft schlechtes Hufhorn und Hufhornerkrankungen wie Strahlfäule usw. zu entwickeln, welches ein dauerhaftes "wegsperren" des Hufes von jeglichen Außenreizen mit sich bringen würde.


Was passiert jetzt eigentlich mit dem behufschuhten Pferd? Wie wird weiter therapiert? Denn Hufschuhe drauf ist ja nur ein Ansatz - keine Lösung.
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Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon dusty am 11.08.2017, 13:30

@gillian- bei den Distanzlern z.B. machen Hufeisen oft viele Jahre die Hufe nicht schlechter, - gute Bearbeitung vorausgesetzt- ebenso bei Wanderreitpferden. Diese sind ja auf wechselnden Böden unterwegs und über viele Kilometer.
Sportpferde stehen dagegen viel häufiger "weich", trainieren viel häufiger auf weichen Böden und laufen meist insgesamt weniger.
Da würde ich eher den Zusammenhang suchen, insbesondere wenn dann noch schlechte Bearbeitung / zu lange Beschlagsintervalle hinzukommen.
ist aber jetzt OT....
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Re: Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon GilianCo am 11.08.2017, 21:47

Ich denke, da ist die umfassende Bewegung das aussschlaggebende. Grundsätzlich sieht man, wenn man Pferde beschlägt, das die Hornqualität besser ist, als bei unbeschlagenen Pferden. Ich kann mir tatsächlich sehr gut vorstellen, das bei Distanzpferden die sehr hohe Streckenleistung dafür sorgt, das die Hufe trotzdem nicht zu sehr leiden.

Das die Bearbeitung natürlich auch gut sein sollte, ist im Grunde klar. Dennoch, die Bearbeitung ist denke ich nicht so essenziell wie so viel Bewegung, wie es vermutlich nur im Distanzsport möglich ist.

Ich denke, da meinen wir beide wohl im Grunde dasselbe *g*
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Re: Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon dusty am 12.08.2017, 08:54

@kolyma- ich habe über viele Jahre Hufschuhe benutzt und sie auch verkauft- aus Überzeugung heraus. Da, wo kein PERMANENTER Hufschutz erforderlich ist, finde ich sie eine gute Lösung. Das ein Krankenhufschuh nur an den kranken Huf quasi als Verband gehört, sollte klar sein unbd steht auch in der Beschreibung des jeweiligen Herstellers- außerdem taugt das Material gar nicht dazu z.B. über harte Wege oder gar Schotter zu gehen.
Für unser Gelände hat der Hufschuh Vorteile da wir fast nur Scotterwege haben und so auch einen gewissen Sohlenschutz. Die Pferde spüren das und laufen locker und frei.

Ich bin absolut kein Gegner eines permanenten Hufschutzes und auch dieser kann durchaus Vorteile gegenüber temporärem Schutz oder Barhufe haben, ich lasse auch beschlagen wenn ich wirklich jeden Tag zum Reiten komme. Allerdings hatte ich auch bei Wanderritten lieber Schuhe drauf weil ich keine Lust habe verlorene Eisen selbst drauf zu basteln, was ich durchaus beherrsche.

Übrigens, @all:
beim vielgescholtenen starren Material Eisen wird tatsächlich kein Hufmechanismus behindert, sondern GEFÖRDERT !
Für die Durchblutung des Hufes ist der vertikale Mechanismus nicht relevant- das ist die Verwindungsfähigkeit des Hufes, wenn er z.B. einseitig auf einen Stein trifft. Dieser findet natürlich bei einem starren Material unter dem Huf nicht statt, beim etwas flexibleren Hufschuh nur sehr gering.
Der horizontale Hufmechanismus findet bei der an sich recht unflexiblen Hornkapsel dadurch statt, das sich beim Auftreffen auf den Boden der Strahl abflacht und der Huf sich so weitet.
Zwanghufe entstehen auch bei ungepflegten Barhuf vor allem wenn beim harten Huf der Bodendruck fehlt, aber auch unsachgemäßer Beschlag kann dazu führen ! Wenn natürlich der Besitzer vom Schmied erwartet das kein Eisen vorm nächsten Beschlag ansetzt und sich freut wie Bolle das das Eisen fest sitzt und 3 Monate hält, muß man sich nicht wundern...und sich an die eigenen Nase fassen.
Auch liegt es in der Pflicht des Besitzers, nicht alles Experten zu überlassen, sondern selbst Veränderungen wahrzunehmen und zu reagieren- z.B. öfters beschlagen zu lassen. Wenn das wegen schlechter Hornqualität nicht geht, ist halt irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht- das liegt aber nicht nur an schlechten Hufen, die teils ja genetisch bedingt sind- sondern oft auch an zu eiweißreicher Fütterung, zu weichen Böden und mangelnder Bewegung.

Jedenfalls, auf dem Eisen arbeiten die Trachten deutlich mehr als beim unbeschlagenen Huf und reiben sich auf dem Eisen so auch vermehrt ab. Wenn die Zehe anfängt zu lang zu werden muß eben bearbeitet werden...das machen aber nicht so viele Pferdebesitzer.

Der Hufmechanismus funktioniert- wenn hier der venöse Rückfluß gemeint ist- sonst würde der Huf nämlich absterben. Eine Minderdurchblutung ist auch nicht erwiesen.

Natürlich hat der Huf und vor allem das Strahlpolster beim Auffussen eine Stossdämpferfunktion- aber die hat nicht der Huf alleine, sondern auch das im Huf mittels eines Trageapparates aufgehängte Hufbein, die elastischen Hufknorpel, der Fesselträger und beim Vorderbein die ebenfalls nur mittels eines Halteapparates quasi aufgehängte Schulter. Und das alles muß eben optimal zusammenarbeiten- wozu vor allem das Training eine Rolle spielt und eben die Bewegung- je mehr desto besser, wobei nicht jeder gleich Distanzreiten muß....

Zwar gibt es viele Pferde mit Hufrollenbefunden, Hufknorpelverknöcherungen, Fesselträgerproblemen- das muß aber aber alles nicht zur Lahmheit führen....
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Re: Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon GilianCo am 12.08.2017, 20:10

dusty hat geschrieben:
Übrigens, @all:
beim vielgescholtenen starren Material Eisen wird tatsächlich kein Hufmechanismus behindert, sondern GEFÖRDERT !
Für die Durchblutung des Hufes ist der vertikale Mechanismus nicht relevant- das ist die Verwindungsfähigkeit des Hufes, wenn er z.B. einseitig auf einen Stein trifft. Dieser findet natürlich bei einem starren Material unter dem Huf nicht statt, beim etwas flexibleren Hufschuh nur sehr gering.
Der horizontale Hufmechanismus findet bei der an sich recht unflexiblen Hornkapsel dadurch statt, das sich beim Auftreffen auf den Boden der Strahl abflacht und der Huf sich so weitet.


Genau das ist aber doch durchaus vermindert, wenn das Eisen drauf ist?

Geht langsam etwas vom Thema weg, ggf. spalte ich das einfach mal ab, weil ich das tatsächlich interessant finde, und ja durchaus immer gerne bereit bin, dazuzulernen:

Wenn der Huf beschlagen ist, dann sind in der Regel mindestens fünf Nägel im Huf, die das Eisen am Hufhorn befestigen. Das dennoch ein Hufmechanismus stattfindet, kann jeder nachvollziehen, der mal nach einer Beschlagsperiode die Eisen anguckt - denn so hart das Eisen auch ist, der Huf hinterläßt auf dem Eisen seine Spuren. Allerdings kann ich, rein mechanisch mir nicht vorstellen, das diese Bewegung "gefördert" wird durch das Eisen. Denn der Huf kann sich hinten weiterhin bewegen, und tut das auch AUF dem Eisen. Im Bereich der Hufnägel ist jedoch die seitliche Bewegung (vollständiges "weiten" an der weitesten Stelle des Hufes) eingeschränkt.

Das Horn ist ja erst mal "totes Material". Dennoch sehe ich halt bei beschlagenen Pferden im Vergleich zu nicht beschlagenen Pferden immer wieder, das die Hornqualität sich deutlich unterscheidet. Ich bin wie gesagt auch kein absoluter Gegner von Hufeisen - bin allerdings froh, wenn ich mit Hufschuhen und ohne Eisen zurechtkomme, weil ich das im Grunde am angenehmsten finde für Pferd und auch mich.

Was ich allerdings schon glaube, ist der Nachteil der Gelenkserschütterungen durch ein Eisen. Das macht auf weichem Boden keinerlei Unterschied -auf Asphalt allerdings schon. Und ich kenne weit mehr Pferde, die auf Asphalt mal getrabt werden, und beschlagen sind, als welche, die unbeschlagen sind. Das daraus, ggf. in Kombination mit Beinfehlstellungen dann irgendwann Probleme resultieren, kann ich mir durchaus vorstellen.
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Re: Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon dusty am 13.08.2017, 08:33

@gillian- beim korrekt gesetzen Beschlag wird nicht mehr nach der weitesten Stelle genagelt bzw. auch nicht direkt dort, ergo bleibt das Weiten der Hornkapsel eher unbeeinträchtigt. Auf Naturboden wird das Weiten der Hornkapsel je nach Boden "gestoppt", auf dem Eisen gleitet der Huf durch die recht glatte Fläche- es wäre aber sicher interessant zu hinterfragen, ob das letztlich nicht sogar zuviel ist und feine Schäden am Aufhängeapparat verursachen kann.

Mein Spanier kam Ostern bei mir an. Frisch Hufeisen vorne ab, hinten keine.
Hufe vorne saumäßig, wellig, sehr weiches Horn, aufgeweichte Hufsohle. Den Beschlag hat er aus Spanien mitgebracht, wurde beim Zwischenverkäufer auf meinen Wunsch abgenommen wegen Eingliederung Herde.
Wir haben einen regelrechten Paddock Trail Offenstall- Kiesel, Weide, harte Laufwege (Lehm/Sand) und Betonflächen sowie eine Wasserstelle am Bach mit tiefem Matsch.
Ich habe jeden zweiten Tag das Pferd bewegt auf überwiegend harten Wegen (viel Schotter), dabei anfangs viel geführt wegen Kondition. Und Micromineral gefüttert.
Man konnte regelrecht zusehen, wie sich der Huf den veränderten Bedingungen angepaßt hat. Ich lege aber auch selbst Hand an, am Huf bildeten sich schnell "Kotflügel" bei weichem nicht belastungsfähigem Horn, hinten war es recht schlimm mit deutlich schräger Hornkapsel und Ausdrehen.
Mittlerweile habe ich Hufschuhe, weil einfach Abrieb und Neubildung endlich waren. Trotzdem schob der in 8 Wochen soviel Horn, das der Schmied vorne den Überstand mit der Klauenzange korrigierte- interessanterweise im Trachtenbereich, die Zehe blieb kürzer, d.h. bei diesem Huf muß man eher aufpassen das der nicht hinten zu hoch wird.

Wenn man einen permanenten Hufschutz setzt, was teilweise auch erforderlich ist, weil Pferde schon genetisch bedingt Fehlstellungen und / oder schlechte Hornsubstanz haben, oder bereits erworbene Probleme, fehlen dem Huf diese Anreize, Horn zu bilden und qualitativ anzupassen, völlig !

Somit ist ein erster Schritt getan, als Pferdebesitzer höllisch aufzupassen, das keine weiteren Probleme bestehen.

Mit feinem Auge, kann ich ohne Beschlag unmittelbar reagieren, wenn etwas in die falsche Richtung geht- den permanenten Schutz kann ich nicht nach 2 Wochen entfernen bzw. macht das auch keinen Sinn- aber der Huf erfährt dann alle paar Wochen einen massiven Einschnitt- als Tierarzt kannst Du ja nachvollziehen, wie sich eine abrupte Stellungsänderung auf das gesamte System Bewegungsapparat auswirkt.

Ein Huf darf nicht zu lang werden, denn dann gerät er aus der Form, hebelt in den Wänden zur Seite, in der Zehe nach vorne, die Trachten schieben sich unter, dazwischen treten Risse und Spalten auf, oder der Huf wird glockenförmig und die weisse Linie (Lamellenschicht) trennt sich. Zu lange Hufe lassen die gesamte Statik am Huf kollabieren, es entstehen Fehlbelastungen, kein optimaler Abrollpunkt mehr, durch die gezerrte Lamellenschicht flacht das natürliche Sohlengewölbe ab und das Pferd wird fühlig, die Sohle dünner, das Horn weicher...ein Teufelskreis entsteht.

Das passiert aber auch bei unbeschlagenen Hufen, wenn der Abrieb fehlt, z.B. weiche Böden und zuwenig Belastung- nicht alleine der Trachtenbereich ist von Bedeutung.

Das spricht auch nicht gegen Beschlagen, das ja den Abrieb ausschaltet, aber eben für eine sorgfältige Indikationsstellung.

Für die Mehrzahl der Hufe sind Bearbeitungsintervalle von 4 bis maximal 6 Wochen sinnvoll, denn spätestens dann ist die optimale Stellung der Hufe nicht mehr geben. Das gilt für den Barhufer wie für das beschlagene Pferd.

[url]Bild
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Hier mal ein natürlicher Barhuf mit dicker Sohlenschwiele am Beispiel meines Spaniers- der läuft damit sogar problemlos über Schotter.

und ein Beispiel, was passieren kann, wenn Hufe außer Form geraten....

[url]Bild[/url]
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Re: Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon GilianCo am 14.08.2017, 23:43

dusty hat geschrieben:@gillian- beim korrekt gesetzen Beschlag wird nicht mehr nach der weitesten Stelle genagelt bzw. auch nicht direkt dort, ergo bleibt das Weiten der Hornkapsel eher unbeeinträchtigt.




Richtig. HINTEN ist die Weitung der Hornkapsel damit weiterhin möglich. Aber die Hornkapsel weitet sich ja normalerweise in ALLE Richtungen. Und das muß ja durch alles, was irgendwie fest am Huf fixiert wird, eingeschränkt werden.

Dem Rest, den Du geschrieben hast, kann ich mich eigentlich eigentlich nur uneingeschränkt anschließen, deckt sich komplett mit meinem Wissen und meiner Erfahrung.

Und ich habe heute dann spannenderweise mal ein Pferd gesehen, was beschlagen wurde, und das so fantastisch, mit entsprechender Indikationsstellung, das der Schmied uns zeigen konnte, wo er jetzt "Raumgewinn" bekommt, und wie er den Huf weiter korrigieren und optimieren wird. Da muß ich als Eisenmuffel tatsächlich sagen, Hut ab, das war beeindruckend, sehr guter Schmied!!
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Re: Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon dusty am 15.08.2017, 15:57

Nach neueren Erkenntnissen, ist der horizontale Hufmechanismus tatsächlich im Bereich der Zehe nicht gegeben. D.h. nicht die gesamte Hufkapsel weitet sich, da die Weitung ja durch den auseinanderdrängenden Strahl entsteht. Das erklärt ja auch, warum ein Trachtenzwanghuf auch allgemein leidet, je weniger Strahl desto weniger Hufmechanismus insbesondere auch wenn der Strahl stark athrophiert ist und keinen Bodenkontakt mehr hat
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Re: Hufe, Hufeisen, Beschlag, Hufschuhe

Beitragvon GilianCo am 15.08.2017, 22:21

Echt? Ok, die Unizeiten sind vorbei... hast Du ggf (auch gern als PN, kein Thema) links zu den Studien? Finde ich echt extrem spannend!
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