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Pferd Zuckerfrei füttern

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Pferd Zuckerfrei füttern

Beitragvon Leeann am 23.12.2017, 14:52

Hallo !

Wie denkt Ihr darüber .

Ich habe meinen Pflegepferd und den 3 andren ein Viertel stück Apfel gegeben - nun meinen die Besitzer sie wollen dies nicht da Obstzucker auch für die Pferde schädlich ist und wenn die Tiere ds Obst oder Gemüse nicht gewohnt sind könnten sie Kolik bekommen und überhaupt ist es Menschliche Erfindung Obst und Gemüse zu Füttern . Also es waren wirklich nur diese Stückchen und schon lange her . Mir ist klar in übertriebenen Massen ist es schädlich aber ganz ohne Obst oder Gemüse???ß
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Re: Pferd Zuckerfrei füttern

Beitragvon kolyma am 23.12.2017, 18:33

Wenn die Besitzer das nicht wollen, wollen sie es nicht und Punkt. Sicher füttern Andere ihren Pferden mal nen Apfel oder ne Karotte. Aber du wirst dich an die Regeln der Pferdebesitzer halten müssen. Egal was "wir" dir zu dem Thema sagen...
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Re: Pferd Zuckerfrei füttern

Beitragvon Leeann am 23.12.2017, 18:59

das ist mir bewusst und ich halt mich daran
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Re: Pferd Zuckerfrei füttern

Beitragvon dusty am 24.12.2017, 11:17

Hm, menschliche Erfindung...kennst Du den Film "die lustige Welt der Tiere" ? https://www.youtube.com/watch?v=mRvT3m5eBUQ
Alle Tiere sind ebenso "verrückt" auf Süsses wie der Mensch auch, z.B. angeln ja Bären und Affen durchaus nach Honig egal ob sie dabei egstochen werden oder nicht.
Wenn Pferde die Möglichkeit haben, Obst zu fressen, tun sie das auch in dre Natur. Unsere z.B. kommen auf ihrer Waldkoppel an reife Eßkastanien heran und fressen diese durchaus in größeren mengen, ebenso Eicheln. Solche früchte enthalten auch Stärke und schmecken durchaus süsslich.

Es gibt auch Idioten, die ihre Hunde vegetarisch ernähren.....
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Re: Pferd Zuckerfrei füttern

Beitragvon kolyma am 24.12.2017, 13:15

dusty hat geschrieben:Hm, menschliche Erfindung...kennst Du den Film "die lustige Welt der Tiere" ? https://www.youtube.com/watch?v=mRvT3m5eBUQ
Alle Tiere sind ebenso "verrückt" auf Süsses wie der Mensch auch, z.B. angeln ja Bären und Affen durchaus nach Honig egal ob sie dabei egstochen werden oder nicht.
Wenn Pferde die Möglichkeit haben, Obst zu fressen, tun sie das auch in dre Natur. Unsere z.B. kommen auf ihrer Waldkoppel an reife Eßkastanien heran und fressen diese durchaus in größeren mengen, ebenso Eicheln. Solche früchte enthalten auch Stärke und schmecken durchaus süsslich.

Es gibt auch Idioten, die ihre Hunde vegetarisch ernähren.....


Schon klar - aber soll sie das jetzt ernsthaft mit den Besitzern ausdikutieren?

Wir haben grad ne RB bei uns in der "Parzelle", die ständig im Paddock füttert. Natürlich ist das nicht schlimm - aber ich persönlich mach das nicht, ich kanns nicht leiden und mein Pferd bettelt jetzt die ganze Zeit. Also hab ich ihr das auch gesagt. Da hat sie auch gemeint, sie müsste mir ne Diskussion an die Backe drücken. Ich will aber darüber nicht diskutieren. Mein Pferd kriegt im Paddock nix - Punkt, Aus, Amen, Ende! Wenn ich mit jedem Hinz und Kunz darüber diskutiere, warum, wieso und weshalb ich bestimmte Einstellungen in Punkto Pferdehaltung habe, werde ich bis übermorgen nicht mehr fertig. Und ich finde man darf auch mal die Vorgaben eines Anderen klaglos und ohne Widerworte hinnehmen, solange es dem Pferd nicht schade. Und dem Pferd schadet es garantiert nicht, keinen Apfelschnitz zu bekommen.
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Re: Pferd Zuckerfrei füttern

Beitragvon Pit am 24.12.2017, 17:41

Über Ernährungsphilosophien kann man eh nur streiten. Ich höre immer wieder dieses "Weizen und Getreide sind schädlich und Kristall-Zucker ist das pure Gift für den Menschen" auf der Arbeit. Wenn jemand gänzlich ohne Mehl und ohne Zucker leben will (oder ohne Fleisch oder ohne "was weiß denn ich"), soll er das tun. Schlimm find ich den Missionierungswahn.

Bei den Pferden entscheidet der Besitzer. Punkt. Ich denke, Pferde können gut ohne Obst und Gemüse leben. Wenns der Besitzer so haben will, dann halt dich dran. Ist ja sein Pferd. Ich finds auch übertrieben, aber lange nicht so schlimm umzusetzen, wie die "ohne-xyz"-Diäten, die manche Menschen mit sich selber betreiben.

Ach ja, und wenn Pferd Zucker meiden soll, find ich es durchaus sinnvoll im Hinblick auf die Zutatenliste von so manchem Zusatzfutter und Leckerchen. Da wirds mir oft anders, was da an Zucker drin ist. Mir ist da ein Apfelstück lieber - aber es geht ja hier nicht um mich.
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Re: Pferd Zuckerfrei füttern

Beitragvon GilianCo am 25.12.2017, 09:27

kolyma hat geschrieben:Wir haben grad ne RB bei uns in der "Parzelle", die ständig im Paddock füttert. Natürlich ist das nicht schlimm - aber ich persönlich mach das nicht, ich kanns nicht leiden und mein Pferd bettelt jetzt die ganze Zeit. Also hab ich ihr das auch gesagt. Da hat sie auch gemeint, sie müsste mir ne Diskussion an die Backe drücken. Ich will aber darüber nicht diskutieren. Mein Pferd kriegt im Paddock nix - Punkt, Aus, Amen, Ende! Wenn ich mit jedem Hinz und Kunz darüber diskutiere, warum, wieso und weshalb ich bestimmte Einstellungen in Punkto Pferdehaltung habe, werde ich bis übermorgen nicht mehr fertig. Und ich finde man darf auch mal die Vorgaben eines Anderen klaglos und ohne Widerworte hinnehmen, solange es dem Pferd nicht schade. Und dem Pferd schadet es garantiert nicht, keinen Apfelschnitz zu bekommen.



Ganz klar - MEIN Pferd, MEINE Regeln.

Mein Großer darf immer Leckerlies haben. Er bettelt nicht, und kann es auch von der Figur her ab. Mein Fjordwallach hingegen bekommt ausschließlich von mir, gezielt Futter bzw. jegliche Leckerlies. Der fängt sonst an zu gnabbeln, und das möchte ich nicht.

Grundsätzlich ist Obst für Pferde kein essenzieller Bestandteil der Ration....
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Re: Pferd Zuckerfrei füttern

Beitragvon dusty am 25.12.2017, 09:49

Leeanns Frage bezog sich aber nicht auf die Rechte der Besitzer, sondern ob Pferde von Grund auf keinen Zucker bzw. kein Obst in der Fütterung haben dürfen.
Und dem ist eben nicht so.
Ich wäre aber tatsächlich vorsichtig mit den ganzen toll angepriesenen Fertigfuttermitteln, da ist genau wie in Fertignahrungsmitteln für Menschen so allerhand drin was nicht sein muß. Es gibt heutzutage leider viele Pferde die Futtermittel-Allergien entwickeln.

Reiner Zucker wird natürlich gern genommen und Mal ein, zwei Würfelzucker schaden nicht, ebenso wenig wie Leckerlis.

Obst wie Äpfel, Birnen, Bananen können sogar bei mäkeligen Pferden zum Fressen anregen, Pfeil können durch Pektine sogar die Darmflora positiv beeinflussen.
Bestimmte Gemüsesorten werten die Ration mit Vitaminen und Mineralstoffen auf, hier sind es vor allem Rübenarten. Karotten haben auch ins diätische Wirkung auf den Darm. Möhren fördern die Darmtätigkeit des Pferdes und wirken sich positiv auf die Abwehrkräfte aus. Sie besitzen viel Beta-Carotin, die Vorstufe zu Vitamin A, sowie weitere fettlösliche Vitamine. Das.h. dann noch etwas hochwertiges Öl ins Futter damit die Vitamine zum Zug kommen. Gerade in der Winterfütterung kann das von Vorteil sein.Zwei bis 3 kg können am at gefüttert werden.
Rote Beete stärkt das Immunsystem und unterstützt den Stoffwechsel, z.B. bei Ekzemen, Nierenleiden oder Herz-Kreislauf-Problemen. Rote Beete fördert die Gallensekretion und entsäuert den Körper. Außerdem wirkt sie blutbildend und entzündungshemmend.In meiner Jugend hatten Arbeitspferd das im Winter eigentlich immer im Trog. Ebenso wie Futterrüben deren Nährwert aber sehr gering ist. Dafür sind sie sehr wasserreich und die Pferde haben Spaß daran sie zu zerlegen. Der hohe Wassergehalt kann die Darmtätigkeit günstig beeinflussen. Leider bekommt man sie fast nirgends mehr.

Nur, wie eben kolyma schreibt, kann man durch die Fütterung aus der Hand die Pferde zum Betteln und schlimmstenfalls zum Beißen erziehen.

Meine Stallbesitzerin z.b. füttert gerne aus der Hand was die Pferde natürlich wissen. Trotzdem kann ein Pferd durchaus unterscheiden, dann aber leider manchmal auf die harte Tour, das es BEI MIR nix aus der Hand gibt bzw. nur als Belohnung.
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