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Pferdetransport nach Irland- Pferd im Auslandssemester

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Pferdetransport nach Irland- Pferd im Auslandssemester


Pferdetransport nach Irland- Pferd im Auslandssemester

Beitragvon Kathrin_Sophie am 24.04.2018, 11:00

Hallo an Alle :wink:

Ich muss im Rahmen meines Studiums ein Auslandssemester ablegen. Dieses möchte ich gerne in Irland machen. Hierfür soll mich mein Wallach für 5 Monate begleiten und nun suche ich nach einem passenden Transportunternehmen, der ihn von Deutschland heile nach Irland bringt. Bisher sind in meiner engeren Auswahl Taxi4Horses (Günther Schmidt) und Pferdetransport Pierkes. Beide unterscheiden sich nicht vom Preis, jedoch ganz maßgeblich in einer Sache:
Und zwar macht Taxi4Horses keine Übernachtung in England mehr, sondern fährt durch, da er die Erfahrung gemacht hat, dass die Ställe in England dort nicht den deutschen Standards entsprechen, die Keimbelastung sehr hoch ist und die Pferde das aus- und einladen mehr stresst als am Stück im LKW zu stehen. Er bindet kein Pferd an, hält alle drei Stunden und füttert/tränkt und gibt Heu während der gesamten Fahrt am Boden zur freien Verfügung. Außerdem garantiert er, dass das Pferd spätestens innerhalb 30 Stunden am Zielort ist.

Herr Pierkes hingegen legt einen Zwischenstopp in England ein, die Pferde übernachten dort in einem seiner Partnerställe. Bei ihm sind die Pferde soweit ich weiß angebunden, er macht alle 4 Stunden Pause zum tränken/füttern.

Beide Herren wirken sehr kompetent und freundlich, beide haben langjährig Erfahrung mit dieser Strecke und auch sehr hochwertige Rennpferde oder Zuchtstuten (teilweise mit Fohlen zu Fuß) an Board.

Nun bin ich am Hin- und Herüberlegen, was fürs Pferd stressfreier und einfacher wäre...
Hat jemand mit dieser oder einer ähnlichen Strecke schon mit einem der Unternehmen Erfahrung gemacht? Oder was denkt ihr, ist schonender fürs Pferd?

Ich freue mich auf Eure Einschätzung und Erfahrungen! ;o)+
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Re: Pferdetransport nach Irland- Pferd im Auslandssemester

Beitragvon Herbstlaub am 25.04.2018, 09:08

Hallo, ich habe inzwischen kein eigenes Pferd mehr uns es auch nie den Standort wechseln lassen, spreche also nicht aus Erfahrung, möchte aber dennoch meine Gedanken dazu äußern. :D


Ich glaube es kommt ganz darauf an was für ein Charaktertyp dein Pferd ist und was er an Transport/wechselnden Standorten gewöhnt ist.


Mein Pferd zb. War nachdem es aus dem alten Stall zu mir gebracht wurde, komplett durch den Wind. Extrem schreckhaft, hatte 0 vertrauen und wollte nich mal recht fressen weil er so nervös war.

In der Zeit bei mir fuhr ich ihn auch nirgends hin. Ich denke in diesem Falle wäre es für ihn extrem stressig gewesen nach langer Fahrt in einer fremden Box stehen zu müssen, dann wieder in den Hänger. Er hatte sicher keine "Ruhe" gehabt in dieser Nacht die eine Pause sein soll.

Hier wäre ich unbedingt durch gefahren.


Andererseits, wenn ich an die Turnierrutinierten im Stall denke, die sind es gewöhnt in den Hänger zu steigen an nem fremden Ort aus - dort evt. auch ne Gastbox zu bekommen. Für einige ist das gar kein Stress, die steigen dort aus und wälzen sich erst mal genüsslich.


Da musst du dein Pferd einschätzen finde ich.

Für einen nervösen Kandidaten der länger braucht um Vertrauen zu fassen, kann ein Zwischenstopp tatsächlich nur zusätzlicher Stress sein.
Für ein entspanntes Tier hingegen eine gute Möglichkeit sich zwischendurch hin zu legen.
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Re: Pferdetransport nach Irland- Pferd im Auslandssemester

Beitragvon Herbstlaub am 25.04.2018, 10:26

Habe erst jetzt begriffen, dass er nur für 5 Monate dort sein soll (dachte es wäre länger).

Da frage ich mich, ob man ihm das überhaupt zumuten soll/muss? Also beim Pferdetyp wie es "meiner" war, wäre das Quälerei. Nach 5 Monaten hätte er sich gerade gut eingelebt und müsste wieder weg.

Wie ist dein Pferd denn momentan untergebracht? Musst du selbst alles machen oder ist er eh "Fremdbetreut" mit Misten, raus bringen usw.?

Evt. findest du ja jemanden der ein Auge auf ihn hat, ich glaube eine 5 Monate "Reitpause" ist kein Drama. Wichtig wäre halt, dass jemand einen Blick auf ihn hat - Hufschmied anruft usw.
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Re: Pferdetransport nach Irland- Pferd im Auslandssemester

Beitragvon kolyma am 25.04.2018, 11:56

Eine Bekannte von mir hat ihren PRE jetzt fast ein ganzes Jahr mit nach Portugal genommen. Aber ich glaube die sind selbst gefahren...
Glaube auch, der hat das dort sehr genossen und auch profitiert davon. Aber der ist auch ein sehr unternehmungslustiges Kerlchen.

Mit meinem würde ich das nicht machen können. Der würde völlig den Vogel bekommen. Der ist ja schon gestresst wenn sich in seiner gewohnten Umgebung Kleinigkeiten ändern. Der hat am neuen Stall Monate zum einleben gebraucht als wir ihn bekommen haben.

Ich glaube ich würde die Variante mit durchfahren wählen. Würde es mir aber noch einmal ganz genau überlegen, ob das Pferd von so einem "Urlaub" auch tatsächlich was hat oder ob man sich das nicht nur zu schön vorstellt als dass es wahr sein könnte.
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Re: Pferdetransport nach Irland- Pferd im Auslandssemester

Beitragvon dusty am 25.04.2018, 14:02

Ich würde es davon abhängig machen ob das Pferd das transportiert werden generell kennt,auch über längere Zeiträume, und wie er sich dabei verhält. Bzw ob das Pferd sichtlich gestresst vom Hänger geht oder alles in Ordnung ist.
Ich habe mein Pony mal 27 Stunden durch auf dem Hänger stehen gehabt als wir nach Südspanien gefahren sind.
Er wirkte zu keiner Zeit gestresst und hat stets munter vor sich hin gemampft wenn wir in den Hänger geschaut haben. Alle vier Stunden haben wir mindestens für 15 Minuten angehalten es gab aber auch zwei längere Pausen.
Mein Pony kannte bis dahin aber auch Stehzeiten auf dem Hänger von 8 bis 10 Stunden.
Und wir hatten auf halbem Weg eine Notfall Adresse falls wir hätten doch übernachten müssen.
Zurück aus Spanien kam mit einem Profitransport der sogar drei Tage unterwegs war. In den fremden Ställen wo er jeweils übernachtet hat, auch abgeladen. Optisch wirkte mein Pony nicht gestresst aber er hatte doch deutlich abgenommen.
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